Rotlichtverstoß

Rotlichtverstoß


Bild-Ampel

Rotlichtverstoß
Bei Überfahren einer roten Ampel - ohne Sachbeschädigung oder Gefährdung -müssen Sie mit 90 - 200 Euro Geldbuße rechnen; hinzu kommen 3 - 4 Punkte in Flensburg und bis zu einem Monat Fahrverbot.
Sollten Sie betroffen sein, raten wir Ihnen, sich umgehend an einen Anwalt für Verkehrsrecht zu wenden.

 

Sekunden entscheiden
Je nach Zeitpunkt des Überfahrens der roten Ampel, gibt es verschiedene Kategorien des Verstoßes.
Wichtig ist, wie lange die Ampel bereits auf „Rot“ gestanden hatte, nämlich länger oder kürzer als eine Sekunde.
Wenn sie bereits länger als eine Sekunde „Rot“ war, liegt ein „qualifizierter Verstoß“ vor. Dieser ist mit einer höheren Geldbuße verbunden, sowie 4 Punkten und einem Fahrverbot.
Wird durch den Rotlichtverstoß jemand gefährdet, oder kommt es zu einem Unfall, kann die Geldbuße sogar bis 360 EUR betragen.

Ein Anhörungsschreiben – was tun?
Wenn Sie als Betroffener ein Anhörungsschreiben wegen eines Rotlichtverstoßes erhalten, sollten Sie sich sofort mit einen Anwalt für Verkehrsrecht beraten, bevor Sie antworten. Denn Sie müssen mit mindestens drei Punkten im Zentralregister in Flensburg rechnen. Je nachdem, ob die Ampel bereits seit länger als eine Sekunde auf „Rot“ stand, erhöht sich die Geldbuße und Sie müssen von einem Fahrverbot für einen Monat ausgehen.
Da dem Anhörungsschreiben in der Regel der konkrete Vorwurf nicht zu entnehmen ist, sollten Sie unbedingt einen Fachanwalt konsultieren, der sofort Akteneinsicht beantragt. Dann wird man gemeinsam das weitere Vorgehen besprechen. Zum Beispiel kann auch die Qualität des Fotos der Überwachungskamera geprüft werden.

Fahrzeughalter oder Fahrer?
Wenn Sie ein Anhörungsschreiben erhalten, bedenken Sie, dass für einen Rotlichtverstoß nicht der Fahrzeughalter als solcher, sondern nur der Fahrer zur Verantwortung gezogen werden kann.
Oftmals ist eine nicht gelungene Täteridentifizierung ein häufiger Grund, das Verfahren einzustellen.
Jedoch ist der Fahrzeughalter zur Mitwirkung bei der Täteridentifizierung verpflichtet. Wenn er dieser Pflicht nicht nachkommt, kann ihm die Führung eines Fahrtenbuches auferlegt werden.
In diesem Fall kann der erfahrene Anwalt für Verkehrsrecht helfen, das erforderliche Maß an Mitwirkung beizusteuern, um eine Fahrtenbuchauflage zu verhindern.